AUSWAHLVERFAHREN

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgt auf Grundlage von Audio-Aufnahmen oder Links auf YouTube, in einer Länge von max. 10 Minuten, die eine Sololeistung enthalten, eventuell eine Kammerleistung, in welcher die Stimme/das Instrument deutlich hörbar ist.

Der Termin für die Beendigung der Anmeldung zum Auswahlverfahren inklusive der Einsendung der Aufnahmen ist der 31. März 2020. Die Interessenten werden fortlaufend über die Ergebnisse des Auswahlverfahrens informiert. Spätestens bis zum 15. April 2020 erhalten alle eine Mitteilung.

Den Teilnehmern wird ein Stipendium gewährt, das die Kosten des Kurses, der Unterkunft und der Sicherstellung der Verkehrsmittel im Rahmen des Projekts deckt (zwischen den einzelnen Konzerten und Proben).


Wer kann sich melden?


Studenten eines Konservatoriums oder einer Musikhochschule, beziehungsweise talentierte Amateure auf Konservatoriums-Niveau.

Sänger - Sopran, Alt, Tenor, Bass

Instrumentalisten- Geige, Viola, Violoncello, Kontrabass, Cembalo, Theorbe, Orgel Positiv, Oboe, Fagott

Johann Caspar Ferdinand Fischer

Journal du Printemps - Suita II in a, Suita VI in F

Crux tua, Domine, magnificata est

Coelum Plaude

Magnus Dominus et laudabilis


Für die Dauer des Projekts ist die einheitliche Stimmung für alle Instrumentalisten und Sänger a´=415 (Temperatura Kellner/Bach). 


Johann Caspar Ferdinad Fischer (1656-1746) wurde in Schönfeld bei Karlsbad geboren und getauft. Er erlernte als Schüler des Piaristen-Kollegiums in Schlankenwerth die Grundlagen seiner musikalischen Ausbildung, wo sich eine der Residenzen des Hofes von Herzog Julius Franz-Sachsen-Lauenburg befand. Während seiner Zeit in der dortigen Hofkapelle konnte er auch seine Kompositionen verbessern. Weitere Erfahrungen sammelte er wahrscheinlich bei Aufenthalten an anderen Höfen, an die Hofmusiker geschickt wurden, um ihre Kenntnisse zu vertiefen. Fischers verschiedenen Werke weisen sehr gut den Einfluss einiger bekannter Kompositeuren dar. Anscheinend hat Fischer den für seine Instrumentalkompositionen typischen französischen Kompositionsstil während des Prager Besuchs des berühmten deutschen Komponisten Georg Muffat gemeistert. Er konnte es auch später in der Musikliteratur auf dem Schloss in Raudnitz an der Elbe entdecken, wo Ferdinand August, 3. Prinz von Lobkowicz, die Werke von Jean Baptist Lully bringen ließ. Als er sein berühmtes Werk Les Journal du Printemps komponierte, war er bereits Kapellmeister des Markgrafen von Baden, der 1700 mit einem Teil seines Hofes nach Rastatt übersiedelte. Fünf Jahre später gingen auch J. C. F. Fischer und seine Familie mit dem Rest des Hofes nach Rastatt ab. Fischer veröffentlichte bereits vor Rastatt vier Zyklen seiner Kompositionen, einschließlich, zum Beispiel, einer Sammlung von Psalmen. Schon zu seinen Lebzeiten wurde er nicht nur als Interpret (er galt als einer der besten Cembalisten der Zeit) hochgeschätzt, sondern vor allem als exzellenter Komponist für Tasteninstrumente. Seine Werke waren geliebt bei Johann Sebastian Bach und George Friedrich Händel.